Stimmgewaltiges Gospelfest
Lüdenscheid, 22.03.2009, Monika SalzmannVor gut besuchtem Haus stimmte der Gospelchor aus der Oberrahmede, der unter Leitung von Helmut Jost eine Welle der Begeisterung auslöste, ein stimmgewaltiges Gotteslob an. Gemeinsam mit „Gospelfire”, Helmut Josts hochkarätiger Band, legte die Sängerinnen und Sänger mit zündenden, mitreißenden Songs ein beredtes Zeugnis ihres Glaubens ab. Stehende Ovationen waren schönste Selbstverständlichkeit.
Jubiläumsjahr „eingeläutet”
Konzeptionell war das Konzert, das das Jubiläumsjahr zum Zehnjährigen von „Risecorn” gleich mit einem Paukenschlag einläutete, hervorragend aufgebaut. Behutsam baute der Chor, von Helmut Jost am Klavier begleitet, den Spannungsbogen konzertanten Geschehens auf. Sich mit einem breit gefächerten Repertoire vorzustellen, fand der Chor reichlich Gelegenheit. Bei Titeln wie „I will bless the Lord”, „Light the candle” oder „There is peace” reizte “Risecorn”, mit tollen Solisten in eigenen Reihen bestens aufgestellt, seine Trümpfe aus. Nach bester Call and Response-Manier hauchten Marco Wenz, Tadi Ortolf und Britta Pohl als Vorsänger ausgefeilten Darbietungen pulsierendes Leben ein. Nach und nach gesellten sich zum Chor zunächst die Musiker – Dirk Benner (Piano), Timo Boeckig (Orgel), Helmut Jost (Bass und Gesang), Ingo Beckmann (Percussion und Gesang), Ben Jost (Drums) und Frieder Jost (Gitarre und Gesang) – und später die stimmgewaltigen Vokalistinnen von „Gospelfire” hinzu. Elektrisierend versprühte die Band im zweiten Teil des Konzerts ihren Charme, bevor sich zum Ende des Konzerts die Lüdenscheider auf der Bühne zurückmeldeten. Rockig, soulig, fetzig und manchmal auch ganz leise zündete die Band, die zu den bekanntesten und kreativsten Impulsgebern der Gospelszene in Deutschland zählt, lodernde Lichter des Glaubens an.
Aus einem Guss waren Titel wie „Shower of love”, „Rain” oder „I will keep on singing”, bei denen sich abwechselnd Leslie Jost, Johanna Klöpper, Eva Schäfer und Gospelgröße Ruth Wilson als Solistinnen zu Wort meldeten. Nicht „lumpen” ließen sich auch die Musiker, die mit spannenden, spieltechnisch brillanten Improvisationen ihre Klasse unter Beweis stellten.