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Pressebericht der Westfälischen Rundschau vom 12. Juni 2005 “Stimmgewaltige Gospels für einen guten Zweck” von Monika Salzmann
Stimmgewaltige Gospels für einen guten Zweck
Lüdenscheid. “Sauerländer und Siegerländer haben so ihren eigenen Charme, Gospels zu singen.” Mit dem Siegener Helmut Jost, Mitbegründer der Kultband “Damaris Joy”, begrüßte der Gospelchor “Risecorn” aus der Oberrahmede am Samstagabend im Kulturhaus einen ganz Großen der Szene in seiner Mitte beim Benefizkonzert für die Psychologische Beratungsstelle Lessingstraße.
Zum vierten Mal war der nahezu 100-köpfige, stimmgewaltige Chor, mit herrlichen Solostimmen in eigenen Reihen gesegnet, unter Leitung von Tadi Ortolf vor Ort im Dienst der guten Sache unterwegs. Mit innigen, bewegenden Balladen und überschäumendem, mitreißenden Lobgesang zielte er mitten ins Herz und mitten hinein in den Kern der Frohen Botschaft.
Hauptsächlich aus der Feder von Helmut Jost (Musik) und Ruthild Wilson (Text) stammten die Songs, die “schwarzes” Feeling ´rüberbrachten, in die Stille führten oder auf die Beine brachten. Begeisterungsstürme entfachten die Sänger und Sängerinnen mit ihrem prominenten Gast, der seinen Kompositionen als Sänger und Pianist pulsierendes Leben einhauchte, auf den Tasten zauberte oder seinen Glauben mit markanter Stimme schlicht auf die Formel: “Jesus still loves me”, brachte. Mit stehenden Ovationen, klatschend, singend und tanzend feierten die Zuhörer das leidenschaftliche, hoch emotionale Gospelfest, das “Risecorn” ein ausverkauftes Haus bescherte.
Erst nach mehreren Zugaben, “Oh happy day” im Ohr, entließen sie die Mitwirkenden aus der “Pflicht”. Unter den Zuhörern begrüßte Rüdiger König, 2. Vorsitzender des Fördervereins der Psychologischen Beratungsstelle, Bürgermeister Dieter Dzewas als Schirmherrn der Veranstaltung. An “Risecorn” und Helmut Jost richtete sich sein herzlicher Dank. Als 1. Vorsitzendem blieb es Frank Petrikat vorbehalten, Superintendent Klaus Majoress einen Scheck in Höhe von 15 000 Euro zum Erhalt der Beratungsstelle zu überreichen.
Dank ging an die Karl-Reeber-Stiftung für die Zusage, das wichtige Hilfsangebot für Menschen in Notsituationen auch in diesem Jahr zu unterstützen. Als Zukunftsmodell für kirchliche Arbeit im Ganzen lobte Klaus Majoress das Engagement der Beratungsstelle und ihres Fördervereins. Auch Dieter Dzewas betonte: “Wir werden in den nächsten Jahren noch viel stärker auf Bürgerengagement wie dieses angewiesen sein.” Als “Glückfall für den Förderverein” würdigte Ernstheinrich Schäfer, Leiter des Fachausschusses der Beratungsstelle, das ambitionierte Wirken des Fördervereinvorsitzenden.
In die Welt der Gospels und Spirituals, ihrer Botschaft und innewohnenden Kraft führte Monika Deitenbeck-Goseberg ein. “Heute Abend wollen wir Ihnen etwas ins Herz singen”, führte sie aus. “In vielen Variationen geben uns Gospels und Spirituals mit auf den Weg, dass wir uns erfrischen dürfen.”
Wahrhaft erfrischend und gesangstechnisch auf bemerkenswert hohem Niveau war, was der Chor mit seiner zündend aufspielenden Band – Urs Müller-Ortolf an den Tasten, Kristin Neugebauer (Bass), Simon Neugebauer (Keyboard), Michel Goseberg und Ingo Thomas an den Percussioninstrumenten und Joachim Kaufung (Bass) – und seinen hervorragenden Solisten Marco Wenz (“On the Cross of calvary”) und Cora Alles (“Born again”) im Miteinander mit Helmut Jost auf den Weg brachte. Anbetend, bittend oder erfüllt von schier übersprudelnder Fröhlichkeit übertrug “Risecorn” seine Freude am Gesang aufs Publikum. Bis ins i-Tüpfelchen ausgefeilt war jeder Song.